Expose

Wappen der Gemeinde Prohn

Die Gemeinde Prohn (Landkreis Nordvorpommern) verweist mit der silbernen Kogge auf die wichtige Rolle, welche die Gemeinde seit dem 12. Jahrhundert bei Seefahrt und dem Kampf gegen Piraterie an der pommerschen Küste spielte. Prohn lag einst an einer Mündung, in deren Verzweigungen oft Schiffe Schutz suchten. Die Form der Kogge ist einem alten Grabstein vom Jahre 1482 im Prohner Kirchturm entlehnt.
 
Der rot bekrönte schwarze Löwe bezeugt die langjährige Zugehörigkeit von Prohn zum Fürstentum Rügen. Prohn erfreute sich als Vogtei bis Ende des 14. Jahrhunderts dabei besonders der Gunst der Fürsten. Mittelpunkt der Vogtei bildete stets der alte Burgwall auf dem eine Schutzburg stand. Prohn war als einzige ländliche Siedlung Gastgeber für längere Hofhaltung des Fürsten Wizlaw II. Ein besonders Interesse an Prohn hatte auch Agnes, die Gattin Wizlaw II. Sie wählte Prohn zum Alterssitz.
 
Der Pflug ist Symbol für die, in der 76O-jährigen Geschichte enge Verbundenheit der Gemeinde mit der Landwirtschaft. Auch heute noch ist sie neben Handwerk und Handel eine wichtige Erwerbsquelle der Prohner.